Filmen und Video, Seite 2


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1997 organisierten wir mit neun Freunden, mit denen wir zum Teil schon seit 1975 Bergtouren unternahmen, eine 17-tägige, private Bergtour in den Indischen Himalaya  „Himachal Pradesh“. In Indien entstand ein zweiteiliger Film von insgesamt 80 Minuten. Der erste Teil zeigt Aufnahmen von Manali, dem Rothan-Pass auf knapp 4000m, dem Lahaul Tal, dem Kunzum-Pass mit 4600m, Kaza, Kibber dem höchstgelegenen Ort mit 4200m, der von Fahrzeugen erreicht werden kann.

Auf der gleichen Route liegt das 900 Jahre alte buddhistische Kloster Ki. Als nächstes besuchen wir den 1000-jährigen Buddhistentempel Tabo. Weiter Stationen im südlichen Himalaya waren Naggar, Kulu. Entlang der pakistanischen Grenze fuhren wir nach Mandi und weiter ging es über Shimla nach Kufri. Zwischen Parwanoo und dem Ort Kalka verlassen wir das Himalayagebiet und fahren ab Chandigarh nach Delhi.

Ab hier beginnt der zweite Teil des Films „Das Goldene Dreieck“, Delhi-Agra-Jaipur bereisen wir in vier Tagen. Die Eindrücke dieses Reiseabschnitts  waren so tiefgängig, daß ich mich auf die Aufzählung der Orte und auf kurze Randbemerkungen beschränken muß, sonst würde ich mich hier verlieren.-

Auf dem Weg nach Agra besuchen wir Sikandra, das Mausoleum des Mogul-Kaisers Shah Akbar. In Agra stehen wir dem „8. Weltwunder“ gegenüber, dem Taj Mahal. Es ist eine aus weißem Marmor errichtete Grabstätte, die in 22-jähriger Bauzeit 1630 entstand. Ihre gigantischen Abmessungen und filigranen Edelstein-Einlegearbeiten lassen alle Worte überflüssig werden.Vereinzelt findet man in Agra heute noch Werkstätten, in denen das Handwerk der Einlegekunst vom Vater auf den Sohn vererbt wird.

Auf dem Weg nach Jaipur liegt Fatehpur Sikri, die verlassene Stadt. In Jaipur beeindruckt uns der Palast der Winde mit seiner weithin sichtbaren, rosaroten Fassade.Durch eines der vielen Stadttore verlassen wir Jaipur in Richtung Amber, die frühere Hauptstadt Rajasthans. Amber mit seiner gewaltigen Festung liegt auf einem kargen Gebirgskamm des Aravalli Gebirges, das den fruchtbaren Teil des Landes von der Wüste trennt.

Nach Delhi zurückgekehrt machen wir noch Aufnahmen vom „Roten Fort“ der Freitagsmoschee, Jami Masjid, welche die größte Moschee Indiens ist. Mit Aufnahmen vom „India Gate“ ging unser 21-tägiger Aufenthalt in Indien, der uns so viele Eindrücke beschert hatte, zu Ende.

 

Wie wir (meine Frau und ich) reisen und filmen

 Man könnte langsam glauben, daß ich meine „Filmreisen“ alle alleine bewältigen müßte, aber ganz das Gegenteil ist der Fall. Schon ab den ersten Bergtouren 1980 war meine Frau immer mit von der Partie, und so ist es auch bei allen Reisen bis heute geblieben.

Da wir nicht in erster Linie  reisen, um zu filmen, hat sich eine eigene Art zu reisen herausgebildet. Wir machen sogenannte Individualreisen, wobei wir die Routen vorher gemeinsam ausarbeiten, die erste Übernachtung fernschriftlich buchen, von da an aber unsere Verweildauer, den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort anpassen und somit auch genügend Zeit zum filmen finden.

Wir reisen relativ viel und gerne, und es hat sich eine besondere Vorliebe für Mexiko im Laufe der Jahre entwickelt. Einmal, weil ich das Land 1958 und meine Frau 1961 kennen gelernt und die Veränderungen miterlebt haben. So sind über die Jahre viele Meter Film über dieses wunderschöne Land entstanden.

Mitmachen und Erfolg haben

 Zuhause gab es bei den filmerischen Aktivitäten aber auch keinen Stillstand. Über Jahre bestand schon ein loser Kontakt zu dem hiesigen Film- und Video-Club Siegerland. Es kam, was kommen mußte, eines Tages, 2002, gab es den ersten Regionalwettbewerb für mich, mit einer ersten Teilnahme in Wetzlar  Volubilis- eine römische Stadt im Herzen Marokkos- lautete der Titel des Films, der mit einem 2. Preis bedacht wurde. Auf der sich anschließenden 45. HAFF in Hünfeld erhielt ich hiefür noch einen beachtlichen 3. Preis.

 Am 22. März 2003 gab es in Siegen einen regionalen Filmtag, auf dem ich den Film „Lange Kerls“ vorstellte, der mit einem 3. Preis bedacht wurde. Der Film zeigte Grauwale vor der pazifischen Küste Mexikos.

Im Oktober 2003 war der nächste Regionalwettbewerb, an dem ich mit „333Tage“ teilnahm, und damit den 3. Platz belegte. Die gleiche Bewertung gab es auch auf der anschließenden 47.HAFF in Aschaffenburg. Der Film beschrieb die ersten 333 Tage im Leben eines kleinen Mädchens.

 Mit diesem Wettbewerb endete für mich auch das „Filmjahr“. Eine Zeit, in der ich viel gehört und gelernt hatte über Kameraführung, Bildgestaltung, roter Faden, springende Bilder, harmonische Übergänge, Zwischenschnitte, Blick- und Bewegungsrichtungen und viele viele andere Meinungen zu meinen Filmen. Filme, die als Ausschnitte aus meinen längeren Reisefilmen entnommen waren. Denn alles in mir sträubte sich dagegen, Filme speziell für einen Wettbewerb zu machen, das erinnerte mich zu sehr an „lernen für die Klausur“ vor langer Zeit.

 

 

 

 

 

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