Filmen und Video, Seite 3


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Ab 1. 1. 2004 war ich dann ordentliches Mitglied im Film- und Video Club Siegerland, bzw., im BDFA und wurde in die intensive Clubarbeit eingebunden. Hier werden fast wöchentlich Filmbeiträge besprochen, analysiert und teilweise bewertet. Hinzu kamen bis heute eine Reihe von Vorträgen, Seminaren und Projektarbeiten, die dazu geführt haben, seine eigenen Filme mehr von „außen“ zu betrachten.

Anfänglich sehr zurückhaltend sich zu organisieren, muß ich heute eine Lanze brechen für die Club- und Verbandsarbeit. Die jüngeren, die wir unbedingt brauchen, finden hier gleich eine Stütze für ihren Start, und den älteren, die ja schon so lange filmen, bekommen langsam aber sicher einen viel-seitigeren Blick, sowohl für die eigenen Werke als auch für die Filme der anderen. Niemand will den älteren ihre wertvolle Erfahrung absprechen, wenn sie sich einer internen oder externen Filmbewertung stellen. Zuhören ist hier die Zauberformel, denn wer sofort einspricht, zeigt nur, daß er an der Meinung des andere nicht interessiert ist, oder das Gesagte gar nicht richtig aufgenommen hat. Natürlich hört man nicht nur angenehmes, erfreuliches und aufbauendes, aber das ist zweitrangig. Zuhören, aufnehmen, verstehen und darüber schlafen ist was uns weiterbringt. Die „Wirkung“ kommt meistens zeitversetzt und macht unsere Filme erst später besser!

Aus eigener Erfahrung, die ich erst kürzlich in einem 3-tägigen Seminar gemacht habe, muß ich freimütig bekennen, daß meine Hauptschwierigkeit darin bestand, meine Befangenheit abzustreifen, sich dem Tempo des Seminars zu stellen und den Hintern mal wieder hochzukriegen, zuviel wogen schon die angesammelten „Altlasten“!

Diejenigen, die sich in unserer Gegend gelegentlich aufhalten (beruflich, urlaubsbedingt, hier stu-dieren) oder unseren Club ganz einfach noch nicht kennen und gerne einmal reinschnuppern möchten, können sich unter dieser Adresse www.fvc-siegerland.de informieren, denn Gäste sind immer herzlich willkommen!

 2004 war aber auch ein Jahr mit weiteren Teilnahmen an Wettbewerben. Zuerst der regionale Filmtag am 13. März in Siegen. Mein Film „Im Spiegel der Zeit“, ein Rückblick auf meine noch teilweise vom Krieg zerstörte Heimatstadt um 1950, vor dem Hintergrund der Goldenen Kon-firmation im Jahr 2000, erhielt einen 3.Preis.

Beim gleichen Wettbewerb lief mein Film „Mexiko-West-Nord-West“ und wurde mit einem 2. Preis bedacht. Der gleiche Film erhielt auf der 47.HAFF in Offenbach einen 3. Preis. Der Film schilderte die abenteuerliche Zugfahrt von der mexikanischen Pazifikküste durch die Sierra Madre Occidental (Barranca del Cobre) nach Chihuahua.

 Zum regionalen Filmtag am 30. Oktober 2004in Wetzlar habe ich den Film „EXPO-Häppchen mit Musik serviert“ eingereicht und dafür einen 3. Preis erhalten.

 2005 begann für mich erst nach einer schöpferischen Pause von einem Jahr mit dem regionalen Filmtag am 15. Oktober in Wetzlar, bei dem meine Filme „Sita - ein getanztes Epos-“  und „Frida - ein Kurzportrait -“   vorgestellt wurden. Beide Filme erhielten einen 2.Preis. Der erste Film zeigte einen aus dem hinduistischen Ramayana entlehntes Epos als Feuertanz auf Bali.  Der zweite Film umriß in einem Kurzportrait das künstlerische Leben der mexikanischen Malerin Frida Kahlo.

Auf dem sich anschließenden 51. Landes-Filmfestival in Hanau, am 29. und 30. Oktober, erhielt „Sita - ein getanztes Epos - “ einen 2. Preis und „Frida  - ein Kurzportrait -“ einen 1. Preis und die Weitermeldung zur Doku 2006, nach Jena.

Natürlich habe ich mich sehr über diese Auszeichnung gefreut, war es doch für mich die höchste Auszeichnung, die ich  bis jetzt erringen konnte. Oft sind es aber die kleinen Dinge am Rande, die bei mir besondere Freude auslösen, z.B. als einer der Juroren bei seinen Betrachtungen zu meinem Film bemerkte: „Hm, vorher war mir die Dame nicht bekannt, aber jetzt kenne ich sie“ Da wußte ich, daß ich mein Ziel, einer fremden Person, eine Geschichte rund und verständlich zu erzählen, gelungen war.

 Es gibt noch eine ganze Reihe anderer Filme, die aber aufgrund ihrer Länge nicht für einen Wettbewerb geeignet sind. Auf der anderen Seite warten noch viele Meter Film über Mexiko, Guatemala, Belize, den USA und Kanada auf ihre Bearbeitung.

Weil uns Mexiko besonders am Herzen liegt, und wir das Land von Ost nach West und von Nord nach Süd ausschließlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln, d.h. mit Überlandbussen, bereisen (abgesehen von einigen Innlandsflügen), möchte ich für diejenigen, die das gleiche tunmöchten, noch einige Erläuterungen geben, ggf. auch Fragen beantworten. Wir fliegen immer Mexiko Stadt an, wo wir auch jedesmal einige Tage bleiben. Über Mexiko Stadt und die nähere Umgebung habe ich einen separaten Film gemacht.

Westwärts liegen die Kolonialstädte Quéretaro, Miguel de Allende, Guanajuato, Guadalajara mit zwei kleinen Dörfchen Tonala und Tlaquepaque, die man besucht haben muß. Ciudad Hidalgo und Morelia mit dem Pátzcuaro See bilden den krönenden Abschluß. Hierüber entstand der Film „Die Kolonial Städte“!

Der Film „Mexiko West-Nord-West“ beschreibt, ausgehend von Guadalajara, eine Reise entlang der Pazifikküste nach Mazatlán, die Schiffspasage nach La Paz auf der Halbinsel Baja California, zurück zum Festland nach Los Mochis, ab hier geht es mit der legendären Chihuahua Pacífico Eisen-bahn erst einmal bis Creel, von dort über unbefestigte Pisten bis in die tiefsten Schluchten des Kupfer-Canyons nach Batopilas. Die Weiterreise ab Creel setzen wir mit der Ferrocarril Chihuahua al Pacífico, von den Einheimischen liebevoll Chepe genannt, in Richtung Chihuahua fort, womit auch dieser Film endet.

                                                     - wird fortgesetzt -

 

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