Filmen und Video - wobei  Reisen eine ganz besondere Bedeutung zukommt


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Filmen, ein langgehegter Wunsch, oder der „lange Weg durch die Hardware“

Die Zeiten der Laterne Magica und die der  "Kurbel-Projektoren", mit denen man lediglich ein paar   Meter ruckelnder Bilder durchziehen konnte, lagen schon eine ganze Weile zurück, als ich 1956 meine erste eigene Doppelachtkamera, eine Bauer 88E, erwarb.

 Mit 21 Jahren hatte ich als Soldat das große Glück, meine in Deutschland begonnene fliegerische Ausbildung, in Kanada bei der RCAF fortzusetzen. Als sich diese Möglichkeit abzeichnete, kaufte ich mir 1957, gemessen an  meinem damals dünnen Portemonnaie, die für mich sündhaft teure Nizo Heliomatic. Bis 1985 war sie mein ständiger Begleiter und hat mich nie im Stich gelassen.

Den Umstieg auf Super8 habe ich immer zugunsten des sich abzeichnenden Filmens auf Video vor   mir hergeschoben. Dieser fromme Wunsch hat dann 20 Jahre von der Hoffnung gelebt, daß nun bald „brauchbare Videokameras“ auf den Markt kämen.

1985 kaufte ich mir die erste Videokamera, eine JVC-GX-N70 mit separaten Recordern für EC30- und normale VHS-Cassetten. Sie war zwar immer noch eine Röhrenkamera, aber von  der zweiten Generation , d.h. sie war mit einer Newvicon-Röhre ausgestattet, die nicht mehr „schmierte“! Auch sonst hatte die Kamera es in sich. Sie glänzte  mit einer Volltext-Tastatur für die Eingabe von Filmtiteln, besaß neben fade in/out, einen manuellen Weißabgleich, Neutralfilter, Tageslichtfilter, Gegenlichtkompensation, einen +3db Restlichtverstärker, Sofortfokus, sowie eine Negativ/Positivbild-Umschaltung, alles Ausstattungsmerkmale, die man 1995 noch bei vielen Kameras vergeblich suchte!

Das leidige Thema, Schneiden und Vertonen mittels zweier Videorecorder und die damit ver- bundenen Qualitätseinbußen, lasse ich an dieser Stelle lieber gleich ganz weg.-

Natürlich habe ich mit dieser Ausrüstung gefilmt, sie sogar wochenlang in den Bergen mitgeschleppt, aber bezogen auf die heutigen Möglichkeiten, war die ganze „Filmerei“ eher ein überteuerter Kompromiß !

 Der nächste radikale Umbruch bei Filmausrüstungen wurde durch die Einführung der Digitaltechnik bei den Videokameras eingeläutet. Für mich geschah das 1996 als ich meine Sony VX-1000 bekam. Zwangsläufig wurde dadurch die Frage nach einem passenden Schnittsystem und einem zweiten digital aufzeichnenden Recorder aufgeworfen.

Von der CeBIT über die SYSTEMS bis zur Photokina wurden alle Messen besucht. Meine Wahl fiel letztlich auf die DV-Master Karte von FAST als renommierten Hersteller der legendären Video-Machine (für den „normalen Filmamateur“ damals viel zu teuer).

Zur Ausstattung gehörte die Schnittsoftware MSP 5.0 von ULEAD. Mit meiner Wahl hatte ich einen Zug bestiegen, der auf eine nie endende Reise gegangen zu sein schien.- Es begann eine Zeit der endlosen Briefe, Faxe und später e-mails mit den Hardware- und Softwareherstellern, denn das Arbeiten mit der eingekauften Schnittlösung war begleitet von ständigen Programm- und System-abstürzen, trotz fortwährender PC-Aufrüstungen mit mehr Arbeitsspeicher, optimierten AV-Festplatten und Programm-updates. Ich mußte mir anhören, daß die Schnittlösung angeblich bei allen anderen reibungslos lief, nur ich hatte immer etwas zu beanstanden. Erst als ich nach fast zwei Jahren in der Lage war die Fehler reproduzierbar zu beschreiben, war ich auf einmal bei den Hardware-leuten ein Gesprächspartner, und ULEAD bedachte mich mit Erscheinen von MSP 6.0 großzügig mit einem kostenlosen Softwarepaket.

Zur dieser Zeit kriselte es schon mächtig bei FAST. Mit Ach und Krach stellte FAST noch eine Betaversion an Win98-Treibern für MSP 6.0 ins Internet und dann war Schluß mit der Unterstützung für DV-Master! Mit einem Schlag standen die Kunden weltweit im Regen und mußten erkennen, daß sie sich für Tausende von DM teuren Ärger gekauft hatten. Schon MSP 7.0 lief nicht mehr mit diesen Treibern und eine Weiterverwendung von DV-Master unter Windows-XP war auch nur eingeschränkt möglich.

In meiner (Krampf-) Lösung läuft jetzt ein hochgerüsteter Rechner als Standard-PC konfiguriert, weil die FAST-Karte einen bestimmten Slot und Interrupt bevorzugt. Als Treiber ist die alte NT-4-Version von FAST eingebunden und funktioniert bis MSP 6.5, aber nur mit Einschränkungen.Um diese Einschränkungen auszugleichen läuft auf einem älteren PC, der mit dem Schnittplatz-PC vernetzt ist, eine zweite DV-Master-Karte, die ich sehr preiswert ersteigern konnte, unter Win98E und die bei Bedarf  zugeschaltet wird.

Mehr Einzelheiten würden an dieser Stelle zu weit führen, wer ein ähnliches Problem hat, kann sich mit mir in Verbindung setzen (was auch dem Sinn und Zweck dieser Homepage entspräche).

Seit einiger Zeit habe ich mein recht stabillaufendes System „eingefroren“, denn jede größere Hardware-Erweiterung verbraucht unnötig Zeit, bringt nicht viel und läßt den Berg an unbe-arbeitetem Videomaterial nur weiter anwachsen.

Filmen und Reisen    

 Am Anfang meiner Filmerei waren es meistens Filmthemen, die sich um einen herum abspielten, eine Stadt hier, ein Hafen dort, das heimische Schützenfest oder das letzte Brotbacken in einem Dorf, bevor es einer Talsperre weichen mußte.

In Kanada wurde dann schon etwas mehr gefilmt , das Filmmaterial war billiger als bei uns, und vor allem es waren Kodak-Farbfilme, die den herrlichen Landschaften mit ihren Tieren, Bergen und Seen eher gerecht wurden. Hinzu kamen dann noch die Aufnahmen meiner Flugausbildung. Einen breiteren Rahmen nahmen später natürlich die Familienfilme mit den heranwachsenden Kindern ein.

Waren die filmerischen Aktivitäten währen meiner Schmalfilmzeit und auch während der analogen Videozeit immer wieder von längeren „Ruhepausen“ begleitet, änderte sich das bei mir grundlegend ab 1996 mit dem Einsatz meiner digitalen Videokamera VX-1000.

Von nun an war die Kamera bei jedem Vorhaben dabei, ganz gleich, ob die Schwäbische Alb, die Berge auf Mallorca mit dem Alpenverein, die Holsteinische Seenplatte, das Erzgebirge oder die Pfalz mit Freunden erwandert wurde, es gab jetzt immer einen kleinen Film zur Erinnerung.

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